Glossar / Begriffserklärung

 

Anlageobjekt

Anlageimmobilien sind durch die relativ hohe Rendite, die man mit Häusern oder anderen Objekten erzielen kann, sehr attraktiv.

Anzahlung mit Kaufverpflichtung/Caparra confirmatoria (lt. Art. 1385 ZGB)

Die Anzahlung mit Kaufverpflichtung, auch Caparra confirmatoria genannt, wird üblicherweise bei Unterzeichnung des Kaufvorvertrages von Käufer an den Verkäufer gezahlt. Wenn der Käufer nach Abschluss des Vorvertrages vom Kauf zurücktreten möchte, verliert er die geleistete Anzahlung vollständig. Ebenso muss der Käufer bei Nichteinhaltung des Vertrages das Doppelte des erhaltenen Angeldes retournieren. Der Vorvertrag kann auch auf betreiben jener Partei, welche sich an den Vertrag gehalten hat, durch Gerichtsurteil durchgesetzt werden.

Balkon

Wenn die Tiefe weniger als 2 m beträgt handelt es sich um einen Balkon.

Baubeschreibung

Die Beschreibung gibt einen Überblick über einem geplanten Objekt (meistens über einem Neubau). Sie befasst sich mit der Lage, der Konsistenz und der Ausführung.

Baubeginnmeldung/Baukonzession

Vor Beginn der baulichen Veränderungen an einer Immobilie, muss ein befugter Techniker bei der zuständigen Baubehörde eine Baubeginnmeldung vorlegen. Diese beinhaltet eine Auflistung aller vorgesehenen baulichen Veränderungen. Erhebt die Baubehörde innerhalb von 30 Tagen keinen Einspruch, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Baubeginnmeldung ist nur für kleinere bauliche Veränderungen möglich. Für größere Baumaßnahmen bedarf es einer Baukonzession.

Bauherr

Bauherr ist der verantwortliche Auftraggeber für ein Bauvorhaben.

Baulast/Dienstbarkeiten

Das sind baurechtliche Beschränkungen, welche meistens im Grundbuch vermerkt sind oder werden. Verläuft beispielsweise eine Wasserleitung auf dem Grundstück, welche ein Nachbargrundstück versorgt, so kann selbstverständlich auf diesem Teil des Grundstückes nicht gebaut werden. Hier wird eine Eintragung im Baulastenverzeichnis (bei uns im Grundbuch – Blatt C -)vorgenommen.

Besichtigung

Bei einer Besichtigung können sich Käufer bzw. Mieter das Objekt vor Ort genauer ansehen.

Bodenrichtwert

Einmal im Jahr tagt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte und ermittelt anhand tatsächlicher Verkäufe den ortsüblichen Bodenwert pro m² Grundstücksfläche. Der Gutachterausschuss erhält eine Abschrift der Kaufverträge eines Kalenderjahres. Zur Ermittlung des Bodenrichtwertes werden ausschließlich reine Grundstückskaufverträge ausgewertet. Bebaute Grundstück finden hierbei keine Berücksichtigung.

Bruttowohnfläche

Die Bruttowohnfläche beinhaltet sämtliche, innerhalb einer Wohnung liegenden Flächen (Wohnräume, Nebenräume, Gänge, Innentreppen) jedoch nicht außerhalb liegende Flächen wie Treppenhäuser, Terrassen und offene Balkone sowie nicht bewohnbare Keller- und Dachgeschossräume.

Dachwohnung

Als Dachwohnung bzw. Penthouse bezeichnet man Wohnungen im letzten Obergeschoss. Eine Wohnung mit schrägen Dachteilen bezeichnet man als „Mansardenwohnung“.

Denkmalschutz

Ist der Schutz, welcher dem Erhalt von alter und wertvoller Bausubstanz dient. Für alle im Verzeichnis des Denkmalamtes eingetragenen Gebäude, sind Baumaßnahmen nur möglich, wenn denkmalpflegerisch genehmigt.

Einheitliche Einkommens- und Vermögenserklärung - EEVE

Die EEVE "Einheitliche Einkommens- und Vermögenserklärung" ist eine Erklärung über die wirtschaftliche Situation, die der Bürger vorweisen muss, um Leistungen oder Tarifbegünstigungen im Sozial- und Gesundheitswesen zu beantragen.

Energieausweis

Bei Verkauf oder Vermietung einer Immobilie muss der Eigentümer einen Energieausweis des Gebäudes vorweisen können. Der Energieausweis für ein Gebäude hilft, die Energieeffizienz und die zu erwartende Höhe der Betriebskosten eines Gebäudes bezüglich Energieverbrauch zu beurteilen.

Erwerbskosten

Zu den Erwerbskosten gehören sämtliche, zuzüglich zum Erwerb des Grundstückes oder Gebäudes gehörenden Nebenkosten, wie Maklerprovision, Notarkosten, Registerspesen, Steuern und Gebühren.

Eigenkapital

Der Großteil der Banken verlangt einen bestimmten Anteil an Eigenmitteln, um die gewünschte Finanzierung der Immobilie zu begleiten. Meist müssen mindestens die Erwerbsnebenkosten vorhanden sein.

Exposé

Ein Exposé dient zur Illustration bzw. Beschreibung einer Immobilie, darin sind die wichtigsten Daten der Immobilie vorhanden.

Grundbuch

Das Grundbuch dient zur öffentlichen Einsichtnahme aller Bau- und Grundparzellen. Es gibt Auskunft über Eigentumsverhältnisse, aktive und passive Dienstbarkeiten, ev. Gerichtsurteile usw.

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer setzt sich aus Hypotheken-, Register- und Katastersteuer zusammen und ist bei Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags zu begleichen. Sie ist unterschiedlich, da je nach Immobilientyp, Nutzung und Vertragsparteien unterschiedliche Steuersätze angewandt werden.

Grundriss

Der Grundriss einer Immobilie ist die häufigste technische Zeichnung derselben, sie gibt Aufschluss über die Aufteilung und Größe der Räumlichkeiten.

Hausordnung

Die Hausordnung soll das Zusammenleben sämtlicher Bewohner eines Hauses verbessern. Sie beinhaltet die Verhaltensregeln zur optimalen Nutzung des Objektes.

Hypothek

Die Hypothek wird als Garantie für ein Darlehen eingesetzt und im Grundbuch als Baulast vermerkt. Eine Immobilie kann in Italien auch mit mehreren Hypotheken belastet werden.

Immobilienmakler

Der Immobilienmakler ist eine Person, die gewerbsmäßig Grundstücke, Gebäude oder Wohnungen vermittelt.

Katasteramt

Im Katasteramt werden die Daten und Eigenschaften sämtlicher Bau- und Grundparzellen aufbewahrt und fortlaufend aktualisiert. Das Kataster gibt hauptsächlich Auskunft über die Besteuerung der verschiedenen Liegenschaften.

Katasterauszug

Kann vom Eigentümer oder Techniker beantragt werden und gibt Auskunft über die Eigentumsverhältnisse und die Nutzungs-Einstufung der Immobilie.

Katasterertrag

Der Katasterwert einer Immobilie wird vom Katasteramt festgelegt und dient als Bemessungsgrundlage aller anfallenden Steuern beim Immobilienerwerb.

Kaufangebot

Wird eine Immobilie mittels Makler erworben, so wird öfters ein unwiderrufliches Kaufangebot an den Verkäufer abgegeben. Im Kaufangebot müssen bereits alle wesentlichen Punkte eines späteren Kaufvertrages enthalten sein.

Kaufvorvertrag/Kaufvertrag

Durch den Kaufvorvertrag verpflichtet sich der Verkäufer zur Übertragung des Eigentums, der Käufer zur Zahlung des Kaufpreises (gegenseitiges Kaufversprechen). Rechtskräftig wird der Vertrag durch die notarielle beglaubigte Unterzeichnung des Vertrages. 

Kaution

Bei einem Mietverhältnis hinterlegt der Mieter beim Vermieter eine Kaution als Garantie zum guten Erhalt der Immobilie. Die Kaution wird nach Ende des Mietverhältnisses, unter Abzug eventuell entstandener Schäden, wieder zurückgegeben.

Konventionalflächen

Die Konventionalfläche ist für die Berechnung von Wohnbauförderung ausschlaggebend und dient zur Berechnung des Konventionalwertes.

Sie wird als Summe folgender Flächenfaktoren berechnet:
a) die um 25 Prozent erhöhte Wohnfläche (Nettofläche) der Wohnung;
b) 25 Prozent der Fläche der Balkone;
c) 50 Prozent der Fläche der Loggien und der nicht beheizbaren Wintergärten;
d) 30 Prozent der Keller;
e) 60 Prozent der Fläche der Garagen;
f) 30 Prozent der Fläche der offenen Autoabstellplätze;
g) 25 Prozent der Fläche der offenen Laubengänge im Erdgeschoß;
h) 15 Prozent der Fläche der Terrassen;
i) 30 Prozent der Fläche des Dachbodens, und zwar für jenen Teil, der eine lichte Höhe von mehr als 1,50 m aufweist;

Im Falle von Kondominien werden zum gemeinsamen Gebrauch bestimmte Flächen nicht zur Konventionalfläche der einzelnen Wohnungen dazugezählt.

Konventionalwert

Der Konventionalwert einer Wohnung ergibt sich aus den gesetzlichen festgelegten Landesbaukosten je Quadratmeter multipliziert mit der Konventionalfläche. Der so berechnete Betrag von Wohnungen wird um den Anteil der Baugrundkosten im Ausmaß von 30 Prozent erhöht.

Lageplan

Der Lageplan ist ein technisches Dokument, aus dem die Lage und die Grenzen des Grundstücks ersichtlich werden. Besonders wichtig sind die im Grundkataster aufliegenden Katastermappen.

Leihvertrag

Hauptmerkmal des Leihvertrages ist die unentgeltliche Überlassung eines Gutes an einen Dritten. Im Gegensatz zum Mietvertrag kann ein Leihvertrag jederzeit beendet werden. 

Luxusimmobilien

Eine Immobilie gilt als Luxusimmobilie wenn eine einzige Wohneinheit über mehr als 240 m² Gesamtwohnfläche und mehreren Kriterien verfügt. Sie wird mit einem höheren Steuersatz besteuert. 

Makleralleinauftrag

Der Maklerauftrag ist ein Auftrag zwischen Eigentümer und Makler bei dem sich der Makler verpflichtet für den Auftraggeber tätig zu werden. Der Auftraggeber verpflichtet sich, keine weiteren Makler zu beauftragen, Interessenten auf die Bindung an den Makler hinzuweisen, sowie die Maklerprovision bei Abschluss des Geschäftes zu zahlen. Die Vermarktung durch einen anderen Makler wird durch den Alleinauftrag ausgeschlossen.

Mietvertrag

Im Mietvertrag verpflichtet sich der Eigentümer oder Nutznießer einer Wohnung oder eines Hauses, dem Mieter die Wohnung zur Benutzung zu überlassen. Der Mieter verpflichtet sich im Gegenzug die Benutzung der Räume im vertraglich festgelegten Rahmen auszuüben und einen bestimmten Mietzins zu bezahlen. Es gibt unterschiedliche Mietverträge, welche vom Gesetz geregelt sind.

Notariatsurkunde

Mit der Notariatsurkunde (bei uns mit der Eintragung im Grundbuch) geht beim Immobilienerwerb der Besitz an den neuen Eigentümer über. Die Notargebühren sind üblicherweise vom Käufer zu begleichen. Dasselbe gilt für die Übertragung von dinglichen Rechten.

Pacht

Der Unterschied zur Miete ist, dass ein Mieter nur eine bestehende Gebrauchsüberlassung erhält, während ein Pächter dagegen auch die "Früchte" (Nutzen) aus der gepachteten Sache ziehen kann.

Grund- Bauparzelle

Eine Parzelle ist eine meistens durch Vermessung klar in seiner Form und Fläche bestehendes Grundstück oder Grundstücksteil. Dasselbe gilt für Kontur und Flächen von Bauten. Die Parzellen sind in der Katastermappe numerisch gekennzeichnet.

Provision

Gebühr, die der Makler für die Vermittlung einer Wohnung, eines Grundstückes oder einer sonstigen Liegenschaft erhält.

Für die Dienstleistung des Immobilienmaklers hat der Käufer/Mieter oder der Verkäufer/Vermieter eine Vermittlungsprovision zu zahlen. Diese ist erfolgsabhängig und fällt erst mit Abschluss eines Miet- oder Kaufvorvertrages an.

Reihenhaus

Haus, welches mit insgesamt mindestens 3 Häusern aneinander gebaut ist, also “in einer Reihe steht”. Bei zwei Häusern spricht man von „Doppelhaus“.

Renovierung

Unter Renovierung versteht man die Beseitigung von Schäden, welche aufgrund von Abnutzung durch den gewöhnlichen Gebrauch entstehen.

Restaurierung

Bei denkmalgeschützten Immobilien spricht man meistens Restaurierung. Diese darf nur von speziell geschultem Fachpersonal und Aufsicht seitens des Landesdenkmalamtes durchgeführt werden.

Sanierung

Im Immobilienbereich wird unter einer Sanierung die Wiederherstellung/Modernisierung eines oder mehrerer Gebäude/Wohnung verstanden.

Bei einer Sanierung handelt es sich um die bauliche und/oder technische Wiederherstellung von Immobilien, der Modernisierung, der Erhöhung des Wohnstandards oder aber der Nutzungsanpassung.

Die Sanierung richtet sich nach den lt. Bauordnung zugelassenen Baumaßnahmen (Beibehaltung oder nicht der Gebäudehülle mögliche Erhöhung der Baumasse, Aufstockungsmöglichkeit usw.)

Tauschgeschäft

Bei einem Tauschgeschäft wechseln zwei Immobilien den Eigentümer, wobei bei ev. ungleichem Wert nur der Differenzbetrag bezahlt wird. Die anfallenden Steuern werden auf die Liegenschaft mit dem höheren Wert berechnet.

Terrasse

Eine Terrasse muss eine Tiefe von mindestens 2 m und eine Fläche von mindestens 10 m² aufweisen.

Veranda

Sind Balkon oder Terrasse von Fenstern umgeben, so spricht man von einer Veranda oder auch Wintergarten. Die Veranda ist meistens nicht beheizt.

Vorvertrag

Der Vorvertrag beinhaltet bereits alle wichtigen Vereinbarungen, wie sie im notariellen Vertrag übernommen werden. Er kann nachträglich nur im gegenseitigen Einverständnis beider Vertragsparteien geändert werden.

Wertermittlung/Schätzung

Durch die Wertermittlung einer Liegenschaft wird dessen mittlerer Marktwert bestimmt.

Wohn-Nutzfläche (auch Nettofläche genannt)

Die Wohnfläche ergibt sich aus der Gesamtfläche der Wohnung abzüglich der Außenmauern und der Trennwände. Keller, Dachräume, Geschäfts- und Wirtschaftsräume werden nicht zur Wohnfläche gerechnet.

Die Wohnfläche dient als Kontrolle der angemessenen Wohnungsgröße im Verhältnis zur Anzahl der Familienmitglieder und als Berechnungsgrundlage der Konventionalfläche.

Wohnrecht

Das Wohnrecht berechtigt den Inhaber eine Wohnung als solche für eine bestimmte Zeit zu benutzen. Das Recht kann nicht weitergegeben werden.